Seit geraumer Zeit beobachten wir in Berlin ja ein Klubsterben biblischen Ausmaßes. Bisher war daran vor allem die voranschreitende Gentrifizierung und der damit einhergehende massenhafte Zuzug von Spießbürgern aus dem Südwesten der Republik verantwortlich. Womöglich müssen Klubs bald einen Zweifrontenkrieg gegen Lärmschutzklagen und Gema kämpfen. Letztere will nämlich die Gebühren für Musikveranstaltungen erhöhen - in bestimmten Fällen sogar um satte 1200%.
Büttner [Gema] verwies hingegen darauf, dass sich für Diskotheken die Gema-Gebühr durchschnittlich um 400 bis 500 Prozent, in einigen Fällen sogar um mehr als 1000 Prozent erhöhe. Als Beispiel nannte er eine an zehn Tagen im Monat geöffnete Disko mit 300 Quadratmetern Fläche und einem Eintrittspreis von 15 Euro. „Eine solche Diskothek zahlt derzeit etwa 10 000 Euro pro Jahr. Nach der neuen Tarifstruktur werden es rund 130 000 Euro sein. Das entspricht einer Steigerung von 1200 Prozent.“ Die Gema hatte angekündigt, ab Januar 2013 ihre Tarifstruktur zu ändern. Statt wie bisher elf Tarife sollen künftig nur noch zwei gelten, je nachdem, ob auf einer Veranstaltung Livemusik gespielt wird oder eine sogenannte Tonträgerwiedergabe stattfindet. Für die Berechnung sind nur noch zwei Angaben ausschlaggebend: Die Höhe des Eintrittsgeldes und die Größe der Veranstaltung. „Die Vereinfachung wurde von den Musiknutzern in der Vergangenheit vielfach gewünscht“, sagte Gema-Sprecher Peter Hempel. Die exorbitanten Erhöhungen für Diskotheken räumte er ein: Wer künftig 500 Prozent mehr abführe, habe in der Vergangenheit eben auch „500 Prozent zu wenig bezahlt“, sagte Hempel. Für eintrittsfreie Veranstaltungen auf einer Fläche bis 100 Quadratmetern ergäben sich jedoch keine Veränderungen.
Nun meine Frage an Euch: Wieviele eintrittsfreie Klubs mit einer Größe unter 100 Quadratmetern kennt Ihr?
(via fefe)