Neuigkeiten vom 5. März 2012
Ich habe mal wieder ein paar lesens- bzw. sehenswerte Links für euch.
Zum einen ein schöner Kommentar von Peter Glaser. Der hat auf Facebook ein Foto einer schlafenden Hundewelpe gepostet, welche aussah wie ein flauschiger Phallus. In Erinnerung an Loriot gab er dem Foto den Titel „Schwanzhund“. Das Foto wurde wegen seines expliziten und sexuell anstößigen Inhalts gelöscht und Peter verwarnt. Aus dem Ärger darüber entstand dann der lesenswerte Kommentar. Fazit:
Das Geschäftsmodell von Facebook besteht nicht darin, eine neue soziale Öffentlichkeit zu schaffen, wie viele irrtümlich glauben. Der Raum, in dem die 800 Millionen Facebook-Nutzer sich bewegen, ist keine Öffentlichkeit – es ist der Verfügungsbereich von Privatunternehmen. Und die haben das Hausrecht, wie in einer Kneipe oder in einem Einkaufszentrum. Sie können mich rausschmeißen, wenn ihnen meine Nase nicht passt oder mich gar nicht erst reinlassen. An der diktatorischen Kultur des Türstehertums kann man sich schon seit längerem an die wachsende Willkür der neueren Zeit adaptieren.
Des Weiteren möchte ich euch zwei sozialkritische Videos auf YouTube empfehlen. Zum einen handelt es sich dabei um die Arte-Dokumentation „Kaufen für die Müllhalde“ über geplante Obsoleszenz. Dort werden so Fragen geklärt wie „Warum druckt ein Drucker nur ein paar tausend Seiten?“, „Warum gehen Glühbirnen kaputt?“ und „Warum verbaut Apple so rottige Akkus in ihren iPods?“. Ebenso sehenswert ist „Die Yes-Men regeln die Welt“. Der 2009 ebenfalls auf Arte ausgestrahlte, im Michael-Moore-Stil gehaltene Film zeigt, wie die zwei Guerrilla-Aktivisten Jacques Servin und Igor Vamos menschenverachtende Praktiken internationaler Konzerne und Institutionen ins Bewusstsein rücken, indem sie sich als deren Repräsentanten ausgeben und falsche Ankündigungen verbreiten. Im Fall der Bhopal-Katastrophe mit bis zu 25.000 Toten hat das den Kurs von Dow Chemical um satte zwei Milliarden US-Dollar absacken lassen.
Und zu guter Letzt noch etwas lehrreiches fürs gute Gewissen. Auf freerice.com kann man verschiedene Quiz‘ spielen, darunter deutsche und englische Sprachtests, aber auch Länder- und Flaggenraten. Der Clou dabei: Für jede richtige Antwort spendet ein privater Investor 10 Reiskörner an das World Food Programme der Vereinten Nationen. (Danke Nadja)




